» Projekte 2011

 

Der neue Brunnen im Dorf Mteza

Probleme -  Fortschritte - Schulungen

 

 

Trotz des neuen Brunnens mit frischem und ausreichend viel Wasser, geht es langsam voran im Dorf an der Grenze. Der Stamm der Durumas ist nicht so leicht für neue Aufgaben zu begeistern, wie anfangs gedacht.

 

Mittlerweile arbeitet erst ein kleiner Teil der Dorfbevölkerung bei den Hygiene- und Gesundheits-schulungen mit. Die Kirchengemeinde, einige weitere Dorfmitglieder, sowie der Fußballverein „Super Boys“ haben inzwischen das Gelände vor und auf dem Brunnengrundstück vom Gestrüpp gesäubert. Sie haben Felder angelegt und Süßkartoffeln, Kasawa, Bohnen und Mais gepflanzt. Außerdem wachsen bereits Bananenstauden, Mango- und Papayabäume auf dem Grundstück und auch viele weitere schattenspendende Bäume wurden gepflanzt.

Im Juli hat der Verein Ukunda-Hilfe dieser Gruppe nochmal 2 Wasserschläuche mit Sprinkler übergeben, damit sie das große Gelände optimal nutzen und bald die Früchte ihrer Arbeit ernten können. Das gesamte Gelände wurde eingezäunt und mit einem Tor versehen, so dass die Ziegen keine Chance haben, die frischen Triebe abzufressen.

 

Im Dorf ist mittlerweile ein erstes kleines Obstgeschäft entstanden, an dem sich die Schulkinder während der Mittagspause Früchte kaufen können. Sehr beliebt ist hier frische Mango mit scharfem Chili!

 

Lehrer und Schüler aus Mteza haben bei den Schulungen durch das Vereinsteam bis jetzt bereits sehr gut mitgearbeitet. Zusammen haben sie mit dem Schulungsteam Hochbeete gebaut. Auf diesen werden die Pflänzchen für Gemüse und Bäume gezogen.Außerdem haben die Schüler bereits einen sehr großen Schulgarten angelegt. Darin wurden viele verschiedene Bäume und Gemüse gepflanzt. Die Arbeit der Schüler ist es nun, alles zu bewässern und zu pflegen, damit es schnell wächst und gedeiht.

 

Die engagiertesten Mitglieder der Arbeitsgruppe in Mteza hat der Verein nun zu einer Informations-reise nach Dorf Vumbu eingeladen. Die beiden Dörfer haben dadurch die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und sich kennenzulernen.

Vor allem ist dieser Besuch auch als eine landwirtschaftliche Schulung durch Joseph Mwanzia ge-dacht. Dort kann Mteza´s Gruppe sehen und erleben, was in landwirtschaftlicher Selbstversorgung alles möglich ist – auch wenn man noch nicht die Vorteile eines schönen, neuen Brunnens hat.

 

Die Projekte für das Dorf Mteza für 2011 sind vor allem landwirtschaftliche Schulungen und Unterweisungen für eine sparsame, aber effektvolle Nutzung des Wassers für den Fortschritt bei Hygiene und Gesundheit der Dorfbewohner.

 

Bilder hierzu finden Sie auch in unserer Bildergalerie.

 

 

 

 

Unterstützung beim Aufbau einer kleinen Klinik

in der Gemeinde der Diani Baptist Church Ukunda

 

 

Die Diani Baptist Church plant mit Unterstützung des Vereins die Einrichtung einer eigenen ärztlichen Versorgung.

 

      Ärztliche Versorgung 1 - 2 mal pro Woche

 

       für Schulkinder der Diani Baptist Academy und die ärmsten Bewohner der Gemeinde soll die

       Versorgung kostenlos sein

 

     Gemeindemitglieder, die etwas Geld haben, zahlen einen kleinen Beitrag oder nur für die Medikamente

 

     Patienten von außerhalb zahlen voll für die Behandlung

 

     Alle werden behandelt - ohne Rücksicht auf Stammeszugehörigkeit und Religion 

 

     Für alte Menschen, die nicht mehr weit gehen können, und arme Patienten, die kein Geld für die Busfahrt haben, wäre diese Klinik eine sehr große Hilfe

 

 

Ärztliches Personal:

Eine englische Krankenschwester und weitere Ärzte und Pfleger, die Pastor Kalama noch suchen wird, u.a. Dr. Samuel Talam, der auch Operationen, HIV-Tests und weitere Behandlungen durch-führen und organisieren kann.

 

Bereits vorhanden:

Untersuchungsliegen, Rollstühle, Krücken u.div. medizinische Geräte aus der Containerlieferung 2010

 

 

Vereinsmitglieder aus dem medizinischen Bereich werden für dieses Projekt weitere medizini-sche Instrumente, Geräte und Verbandmaterial organisieren.

 

2 Ärztinnen bemühen sich um einen finanziellen Zuschuss zur jährlichen Medikamentenfinan-zierung.

 

 

 

 

 

Karibuni /Willkommen im Massai-Dorf  "Naserian" (bedeutet Frieden)

 

Am 7. Juli 2011 haben Vereinsmitglieder zum ersten Mal das Dorf Naserian, fernab der Zivilisation, besucht. Der Weg dorthin war ein steiniger, staubiger und dorniger Holperpfad.

Nach dieser Fahrt per ortskundigem Matatu-Fahrer (Inhaber eines alterschwachen, klapprigen Safaribusses) hatte das Fahrzeug auf dem Rückweg nicht nur einen „ Plattfuß“, sondern auch noch einen kaputten Kühler mit rauchendem Motor. Obwohl „unser“ Matatu, hatten wir während dieser Reise die verschiedensten Mitfahrer – jeder, der noch irgendwie in das Fahrzeug passte, wurde mitgenommen. Meistens haben sich neben dem Fahrer, seinen beiden Begleitern, noch 15 bis 17 Fahrgäste in das Fahrzeug gepresst – neben diversen Beuteln, Flaschen, Körben, Kartons, 2 Sack Holzkohle usw.

 

Chief und Pastor Samuel Saitaga hat vor 5 Jahren die Schule von Naserian gegründet. Die zuerst gebauten Klassenzimmer müssen noch immer benützt werden. Der Boden besteht aus staubiger Erde, die bei jedem Windhauch durch das Zimmer fliegt. Die Wände sind aus einem Holzgerüst mit Erde verputzt, oben drüber ein Wellblechdach. Es fehlen hier vor allem Schulbänke - unsere Gruppe und der Verein haben zusammen 20 Bänke gespendet (Kosten: ca.360,--Euro – diese 20 Bänke reichen für 60 Kinder).

 

Es gibt auch ein neues Schulgebäude, das vor kurzem von der Regierung gebaut wurde. Damit ist die Unterstützung durch die Regierung schon zu Ende. Das Gebäude hat nur 1 Klassenzimmer und nebenan ein Lehrerzimmer, in dem auch die Bücher und Trinkwasser in Kanistern gelagert sind. Auch dieses Klassenzimmer ist ohne Schulbänke. Die 5 einzigen Bänke haben die Massai für uns Gäste zur Ortsmitte getragen.

 

Für die 180 Kinder sind nur 150 Schulbücher vorhanden. Die Regierung gibt erst kostenlose Schulbücher aus, wenn die Schule die Registrierungs-Nummer erhalten hat. Diese ist beantragt, aber es dauert ca. 2 Jahre, bis die Nr. zugeteilt wird.

Unser Verein hat die 30 fehlenden Schulbücher gesponsert (ca. 77 Euro).

 

Die Schule:

insgesamt 178 Kinder (93 Mädchen, 85 Jungen) in 5 Klassen

2 Klassenzimmer im alten Gebäude

1 Klassenzimmer im neuen Gebäude

2 Klassen werden im Freien unter dem Baum unterrichtet, da es zu viele Kinder für ein Zimmer sind

5 Lehrer (davon werden inzwischen 3 von der Regierung bezahlt und 2 Lehrer werden von den Eltern bezahlt)

 

Ein neuer Lehrer, der erst ein halbes Jahr in Naserian unterrichtet, hat mit den Schulkindern bereits ein sehr sinnvolles Projekt entwickelt. Sie pflanzen viele neue Bäume, Tomaten und Bohnen.

Speziell die Baumsetzlinge wurden unter "Pflanzkäfigen" gegen den Abbiss von Tieren geschützt. Die Tomaten sind sehr gut gewachsen bereits groß, aber bei den Bohnen hatten die Kinder etwas Pech - die Ziegen haben die Pflanzen zum Teil abgefressen. Lehrer und Schüler werden in der nächsten Zeit noch eine bessere Umzäunung bauen.

Die Einwohner dieses extrem trockenen Gebietes sammeln Regenwasser. In Trockenzeiten holen sie das Wasser von weit entfernten Tümpeln und marschieren teilweise mit Eseln bis Mteza um von der neuen Brunnenanlage Wasser zu holen. Die 1 ½ Stunden Marsch mit den Wasserkanistern auf dem Rücken macht jedoch den Eseln zu schaffen – das Gewicht der Kanister scheuert die Haut wund.

 

Die Anregung für diese Pflanzaktion haben die Massai in ihrem Nachbardorf Mteza gesehen, aber sie haben das schneller und besser umgesetzt als ihre Nachbarn.

 

Die Jugendlichen von Naserian bleiben zwischen den beiden Welten vom Ziegenhirten ohne Schul-bildung und Kindern mit guter schulischer Ausbildung auf der Strecke – sie bleiben ohne Lernmöglich-keit. Für sie kam die Schulgründung durch Chief Saitaga zu spät. Sein Ziel ist es jedoch noch immer, auch für die Jugend und die Erwachsenen eine Möglichkeit zum Lernen zu finden.

 

Die Massai - egal, ob sie im Hochland, auf Sansibar oder an der Küste Kenias leben - sprechen alle dieselbe Sprache. Sie sind bekannt für einen großen Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft, Fleiß, Arbeitswillen und Disziplin. Wir wünschen uns, dass wir in der Zukunft eine Möglichkeit finden, dieses Dorf ebenfalls unterstützen zu können, damit es den Weg in das „Heute“ schneller findet.

 

Notwendig wären hier vor allem:

die Verbesserung der schulischen Ausbildung mit genügend Bücher, Heften, Schulbänken, Klassenzimmern, Toiletten (es gibt momentan 2 Toiletten für Lehrer und Schulkinder)

und der Bau eines guten Brunnens

 

Bilder hierzu finden Sie auch in unserer Bildergalerie.

 

 

 

 

Krankheiten

 

Augenprobleme, Geschwüre, Typhus, Malaria, HIV, Bilharziose, Würmer, Sandflöhe -

nur wenige Beispiele der Krankheiten während der kostenfreien Doktors Tage in den Dörfern

Mteza und Vumbu, sowie an der Schule „Diani Baptist Academy“ in Ukunda.

 

Bilder hierzu finden Sie auch in unserer Bildergalerie.